Was ist eine Spitzenlastkappung?

Batteriespeicher
Batteriespeicher Bild: ©mipan/depositphotos.com

Sogenannte Stromverbrauch Lastspitzen, treten in vielen Betrieben auf, die zu bestimmten Zeiten einen deutlich erhöhten Stromverbrauch aufweisen.

Das können vorkommen durch ein gleichzeitiges Einschalten mehrerer großer Maschinen (z. B. Pumpen, Fahrstühle), durch Lastschwankungen z. B. Anschluss von Elektrofahrzeugen oder Periodische Abläufe wie z.B. ein Melkroboter oder einem vorher geringem Verbrauch zu Hochlastzeiten (z. B. zwischen 17:00 Uhr und 20:15 Uhr)

Diese Spitzen schlagen sich teuer in der Stromrechnung nieder, denn Stromversorger müssen die Leistung, die nur kurz abgerufen wird, sicherheitshalber dauerhaft vorhalten. Das ist schlecht planbar, ob und wann die nächste Spitze kommt.

Eine Lastspitze kann die Kosten für die Abrechnungsperiode dann in die Höhe treiben.

Beispiel: Bei einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh wird nach Arbeitspreis pro kWh und Leistungspreis pro maximal benötigter Anzahl kWh innerhalb von 15 Minuten gerechnet. Wird aber ein maximales Leistungsmittel innerhalb eines festgelegten Zeitintervalls überschritten, muss der Verbraucher einen erhöhten Leistungspreis über die gesamte Abrechnungsperiode an den Energieversorger entrichten. Das  muss der Verbraucher auch tun, wenn diese Spitze nur ein einziges Mal auftritt. Batteriespeicher können hier Abhilfe schaffen.

Lösung: Batteriespeicher werden bereits in vielen Unternehmen genutzt, um gezielt in Zeiten mit hoher Last den Leistungsbezug aus dem Netz zu begrenzen und so die Stromrechnung für den gesamten Abrechnungszeitraum zu minimieren.

Das kann entweder durch physikalische Lastspitzenkappung oder mit der Lastspitzenkappung mit registriertem Lastgang (RLM) erfolgen.

In beiden Fällen wird der Bezug von Strom der Anlagen und Maschinen so gesteuert, dass bei eventuell auftretenden Lastspitzen, die benötigte Energie direkt aus dem Batteriespeicher kommt und nicht aus dem Netz abgerufen werden muss.

Vorteile:  Firmen haben eine Kostenkontrolle, es gibt keine Einschränkungen im Verbraucherverhalten und es ergeben sich sehr kurze Amortisationszeiten.

Noch schneller rechnet sich ein Stromspeicher durch eine Mehrfachnutzung, z. B. zur Optimierung des Eigenverbrauchsanteils von selbsterzeugtem Solarstrom und/oder als Notstromversorgung.

Quelle: https://www.pv.de/media/spitzenlastkappung_a4_de.pdf

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 71

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut uns leid, dass der Beitrag fĂĽr dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?