Camper mit Solaranlage auf dem DachWer mobil unterwegs ist, wünscht sich, autark und unabhängig zu sein. Trotzdem brauchen viele Geräte im Wohnmobil Strom, da scheint es naheliegend, das Dach auf dem Wohnmobil zu dessen Erzeugung zu nutzen. Mit einer Solaranlage lässt sich die Bordbatterie wieder auffüllen. Zudem steht die Energie der Sonne kostenlos und frei zur Verfügung. Wir geben Antworten auf die Fragen, worauf es bei der Auswahl der passenden Solaranlage ankommt.

Was kosten Solaranlagen für Wohnmobile?

Die Solaranlagen für den Einsatz auf Wohnmobilen werden oft im Set angeboten. Darin ist bereits der Laderegler enthalten, ebenso wie alle anderen Teile, die zur Montage benötigt werden. Im Set sind sämtliche Komponenten aufeinander abgestimmt, so dass sie nicht mehr modifiziert werden müssen. Leistet das Modul etwa 100 Wp, kostet das Set etwa 300 – 600 Euro. Wer handwerklich etwas geschickt hat, kann die Montage auf dem Wohnmobil selbst machen. Ein gutes und von anderen Kunden empfehlenswertes Solarset für Wohnwagen finden Sie hier.

Welche Leistung reicht für ein Wohnmobil aus?




Die Auswahl der passenden Solaranlage richtet sich nach dem Strombedarf des Wohnmobilisten. Bevor eine Anlage ausgewählt werden kann, sollte nicht nur diese ermittelt werden, sondern auch überlegt werden, wo die Reiseziele liegen, die mit dem Wohnmobil erreicht werden sollen. Im sonnigen Süden kann die Anlage möglicherweise geringer dimensioniert werden, als im trüben Norden. Die Leistung der Solaranlage wird von den Herstellern in Watt Peak (Wp) angegeben. Diese Maßeinheit bezeichnet die elektrische Leistung einer Solaranlage unter Standardbedingungen. Auf manchen Anlagen sind die Wattstunden pro Tag (Wh/ d) angegeben, diese Maßeinheit entspricht jedoch keinem internationalen Standard. Die Wp-Angaben eignen sich für einen Vergleich der unterschiedlichen Angebote durchaus. Je nachdem, wie groß sie sind, leisten Solaranlagen zwischen 50 und knapp 200 Wp.

Unser Tipp: Vergleichen Sie die Wohnwagen Solaranlagen nach Kundenbewertungen.

Welche Solaranlage eignet sich für den Einsatz auf dem Wohnmobil?

Ist die Reisezeit und der Strombedarf bekannt, kommt es zunächst darauf an, wie viel Platz auf dem Wohnmobildach vorhanden ist. Die Solaranlage sollte zudem explizit für den mobilen Einsatz geeignet sein. Dann steckt sie die Vibrationen und Spannungen locker weg, die beim Fahren des Wohnmobils zwangsläufig auftreten. Sind die Solaranlagen dagegen für fest montierte Hausdächer gedacht, sind sie für den Betrieb im Wohnmobil eher ungeeignet. Eine Solaranlage für den mobilen Einsatz hat außerdem eine wasserdichte Anschlussdose und eine relativ niedrige Leerlaufspannung, damit die Batterien des Wohnmobils gut geladen werden können.

Welche Typen von Solaranlagen gibt es?

Wohnmobil mit SolaranlageEs gibt Solaranlagen in einem Alurahmen, die sich mit den entsprechenden Halterungen oder Profilen auf dem Dach des Wohnmobils befestigen lassen. Je nachdem, wie viel Platz auf dem Dach des Wohnwagens ist, werden die Abmessungen der Solaranlage ausgewählt. Neben diesen starren und fest montierten Solaranlagen gibt es auch Modelle, die direkt auf das Dach geklebt werden. Das ist in den Fällen sinnvoll, bei denen die Bauhöhe möglichst niedrig bleiben soll. Außerdem gibt es Solarmodule, bei denen unterschiedliche Technologien zum Einsatz kommen und die einen entsprechenden Wirkungsgrad haben.

Wie viel Energie liefert die Sonne?




Die Strahlung der Sonne, die auf der Oberfläche der Erde eintrifft, wird Globalstrahlung genannt. In Abhängigkeit vom Standort, der Tageszeit, dem Sonnenstand und der geografischen Breite beträgt dieser Wert durchschnittlich 110 W/m². Dieser Wert ist am höchsten, wenn die Sonne scheint und die Solaranlage entsprechend darauf ausgerichtet ist. Ist die Solaranlage auf dem Wohnmobildach einen Quadratmeter groß, kann sie bei einem Wirkungsgrad von 13 Prozent 130 Watt an Leistung erzeugen. Es gibt Hersteller, die ihren Solaranlagen eine deutlich höhere Leistung bescheinigen, dieser genannte Wert wurde durch Untersuchungen auf Hausdächern ermittelt. Da der Einfluss des Wetters auf die Leistung der Solaranlage wesentlich ist, kann die Leistung der unterschiedlichen Anlagen nur unter Testbedingungen verglichen werden. Dazu lässt sich der oben erwähnte Wp-Wert heranziehen.

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Die richtige Ausrichtung der Solaranlage

Damit eine Solaranlage auf dem Wohnmobil Strom erzeugen kann, muss die Sonne darauf scheinen. Idealerweise ist die Solaranlage nach Süden ausgerichtet und mit einem Winkel zwischen 20 und 50 Grad auf dem Wohnmobil befestigt. Liegt das Panel flach auf dem Dach, ist die Leistung etwa um ein Viertel geringer. Zudem sollte das Wohnmobil nicht nur schattenfrei geparkt werden, damit möglichst viel Sonne in Strom gewandelt wird, sondern die Solaranlage wirklich schattenfrei montiert werden. Fällt beispielsweise der Schatten der Antenne darauf, kann nicht die volle Leistung erzielt werden. Ist genügend Platz auf dem Dach, können auch zwei Module mit einer Leistung von 90 Wp montiert werden, statt eines großen Moduls mit 180 Wp. Ist ein Modul verschattet, produziert das zweite weiter Strom. Da die Leistung der Solaranlage aber auch sinkt, wenn sie zu heiß wird, sollte unter die Module genügend Luft zur Kühlung gelangen.

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Reicht eine Solaranlage aus, damit das Wohnmobil autark wird?

Das kommt in erster Linie darauf an, wie viel Strom gerade dann verbraucht wird, wenn die Sonne nicht scheint. Wird es abends dunkel, brennt oft elektrisches Licht im Wohnmobil, der Fernseher läuft oder der Laptop ist eingeschaltet. Kühlschrank und andere Aggregate brauchen ebenfalls Strom. Um diese Zeit kann die Solaranlage aber keinen Strom mehr erzeugen. Auch wenn das Wohnmobil im Schatten geparkt wird, liefert die Solaranlage deutlich weniger Energie. Dieser reicht nicht aus, gleichzeitig die Geräte zu versorgen, die Strom brauchen und zusätzlich die Batterie aufzuladen. Ist die Batterie des Wohnmobils jedoch ausreichend dimensioniert und wird von der Solaranlage immer wieder mit frischem Strom gespeist, kann das Wohnmobil oft tagelang weit entfernt von Steckdosen geparkt werden.

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Welche Batterie eignet sich für die Versorgung des Wohnmobils mit Strom?

Prinzipiell kann jede Batterie genutzt werden. Eine Starterbatterie ist jedoch für hohe Ströme ausgelegt, die kurzfristig abgerufen werden. Wird diese ständig auf- und entladen, verringert sich ihre Kapazität. Eine Nassbatterie ist zwar günstig, darf aber nur im Freien verwendet werden. Wird für das Wohnmobil eine neue Batterie benötigt, die von der Solaranlage aufgeladen werden soll, ist darauf zu achten, dass sie über viele Ladezyklen ihre Kapazität behält. Gelbatterien, Absorbed glas mats-Batterien, Solar- oder Zyklenfeste Batterien sind Bezeichnungen, nach denen Sie sich richten können.

Nachträglicher Einbau der Solaranlage in das Wohnmobil




Manche Wohnmobile sind bereits mit einer Solaranlage ausgerüstet. Wenn nicht, ist der nachträgliche Einbau eine einfache Möglichkeit, den Strom selbst zu erzeugen. Oft lässt sich der Laderegler sogar direkt mit der Batterie verbinden, ohne dass die Elektrik des Wohnmobils davon beeinträchtigt wird. Verfügt der Laderegler über einen entsprechend dimensionierten Lastausgang, ist es kein Problem, die gesamte Elektrik des Wohnmobils anzuschließen. In den Regler ist ein Wächter eingebaut, der darauf achtet, dass die Batterie nicht zu wenig Spannung erhält. Hat das Fahrzeug ein spezielles Elektropanel, in das ein Ampere-Meter eingebaut ist, erfasst dieses sämtliche Ströme, die in der Batterie ankommen. Soll eine Solaranlage das Licht der Sonne einfangen und von der Batterie als Strom gespeichert werden, muss dieser ebenfalls vom Messwiderstand erfasst werden. Speziell für diese Fälle gibt es entsprechende Laderegler, die auf das integrierte Elektropanel abgestimmt sind.

Was macht der Laderegler?

Scheint die Sonne auf die Solaranlage, wird Strom erzeugt und zur Batterie geschickt. Der Laderegler reguliert diese Leistung und passt auf, dass die Batterie des Wohnmobils dabei nicht überladen wird. Wird die Solaranlage als Set gekauft, sind Anlage und Laderegler aufeinander abgestimmt. Wenn nicht, muss der Laderegler so dimensioniert sein, dass er die Leistung der Solarzelle auch verarbeiten kann. Bringt die Solaranlage 100 Wp Leistung, muss der Laderegler wenigstens 100 W verarbeiten können. Dabei darf der Laderegler gerne zu stark für die Solaranlage sein: Dann reicht er auch noch aus, wenn eine zweite Solaranlage auf dem Wohnmobil montiert wird.

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Weitere Informationen zum Thema finet Sie auch bei wohnmobilwissen.de/solaranlagen-auf-dem-wohnmobil/


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